.

 

      Für das Workshop-Angebot

SUNNY RISE 2007  

hatten sich 3 Kandidatinnen in den Linzer Berger-Studios von John Treegardner zusammengefunden. Im Mai ging´s  zur Anwendung des einstudierten Programms zusammen mit dem Tanzpaar Bärbl und Rudolf ("Puerta del Sol") für eine Woche auf die griechische Insel Karpathos - ins Hotel "Sunrise".

  

Mya                        Sy & Risa

 

  

                     Bärbl & Rudolf   

   

 

 

Nach einer Performance mit Popsongs, Klasssik und Folklore im Hotel Sunrise folgten weitere Auftritte in Pigadia, der Haupt-und Hafenstadt von Karpathos (Griechenland, Ägäis)

... Ein Schiff wird kommen, Everything I do, Fame, Griechischer Wein, Heal the world, Hot Stuff, I believe I can fly, Ich war noch niemals in New York, I will follow him, I will survive, It´s my life, Killing me softly, Knockin´on heaven´s door, Let it be, Mensch, My heart will go on,  Oh Happy Day, Rivers of Babylon, Sailing, See you later Alligator, What a wonderful world - Klavierstücke von Bach, Mozart, Beethoven, Schumann - Folklore getanzt ...    

 

* Sunny RiseTour  22. - 29. Mai 07 *

 

                                                              Olympos

Karpathos - Mythen

Der griechischen Mythologie nach ist Karpathos die Geburtsstätte der Titanen, Nachkommen von Himmelsvater Uranos und Erdmutter Gaia. Der jüngste dieser Titanen war Kronos, Vater von Zeus, Hera und Poseidon. Der Sage nach muß dies jedoch alles andere als eine glückliche Götterfamilie gewesen sein. Oft hing der Haussegen schief und diverse Familienstreitigkeiten wurden mit solcher Brachialgewalt ausgetragen, dass dabei die halbe Insel zu Bruch ging und die zerklüfteten Felsen entstanden, die das Bild von Karpathos prägen.
Nach Poseidon wurde einst die Inselhauptstadt "Poseídion" benannt und auch der renitente Prometheus, der (verbotenerweise) den Menschen das Feuer brachte, soll ein Karpathiot gewesen sein. Schließlich wird die Insel als vorletzte Station der Argonauten erwähnt: Von dort segeln sie zum benachbarten Kreta und bestehen ihr letztes Abenteuer mit dem Riesen Thalos.

 

Von den Minoern zu den Dorern


Erste Siedlungsspuren gehen bis auf die Jungsteinzeit (ca. 2600 Jahre v. Chr.) zurück. Einige der ältesten bergen die steil aufragenden Felsen der Halbinsel Paleókastro bei Arkássa. Man findet dort zahlreiche Artefakte, deren genaues Alter wohl nur von Fachleuten korrekt bestimmt werden kann. Systematische Grabungen haben aber bisher nicht stattgefunden. Zu verwitterten Fundamenten und zahlreichen Tonscherben gesellt sich manchmal sogar ein Faustkeil. Imposante, bis zu vier Meter hohe Zyklopenmauern aus riesigen, behauenen Quadern, von denen noch ein paar Reste stehen, wurden um 1200 v. Chr. von Eroberern aus Mykonos erbaut, welche die seit etwa 1600 v. Chr. ansässigen kretischen Minoer verdrängten.
Eine lange Blütezeit erlebte Karpathos nach Einwanderung der Dorer um 1000 v. Chr, die der Insel wirtschaftlichen Wohlstand brachten und zahlreiche Städte (Pólis) gründeten - zum Teil durch Weiterbesiedelung alter mykenischer Burgen. Die vier größten waren Poseídon, das heutige Pigádia, Arkesía, nahe dem Dorf Arkássa, Brykoúntos (Wurgúnda) und Níssyros auf der Insel Saría im Norden.
In den Perserkriegen (500-479 v. Chr.) war Karpathos Teil des attischen Seebundes, während des peloponnesischen Krieges (431-404 v. Chr.) zunächst Bundesgenosse Athens, danach wieder mit dem dorischen Sparta liiert. Schließlich geriet die Insel immer mehr unter den Einfluß von Rhodos und gehörte mit ihr zum Reich Alexanders des Großen (336-323 v. Chr.). Aus dieser Epoche und aus der Zeit der Diadochen (323 bis etwa 200 v. Chr.) ist von Karpathos nur wenig überliefert. Im Jahre 42 n. Chr. wurde es zusammen mit Rhodos nach langer Zeit der Vasallenschaft Teil des römischen Reiches und verlor als Teil der Provinz "Insulae" immer mehr an Bedeutung.


Unter Rittern und Räubern


In der byzantinischen Periode (395 bis ca. 1260) entfaltete sich das Christentum auf Karpathos, das dort seit dem 2. Jhd. nachweisbar ist. Unter der Herrschaft von Byzanz entstehen prächtige frühchristliche Basiliken, zum Teil auf (und mit) den Überresten dorischer Tempel erbaut. Was davon noch übrig ist, lässt sich unter anderem bei Arkássa, Apéri, Apélla und auf Saría besichtigen.
Im Mittelalter hatten die Bewohner jahrhundertelang unter den Raubzügen von Piraten zu leiden, so daß sie mehr und mehr ins bergige Innere der Insel flüchteten. Es entstanden die Rückzugsdörfer Apéri, Menetés, Voláda, Othos und das berühmte Olympos. Die Insel selbst erlangte einen zweifelhaften Ruf als Piratenversteck und nahe der Bucht von Vrónti, an der die heutige Hauptstadt liegt, soll ein regelrechter Sklavenmarkt stattgefunden haben. Diesem Zustand halfen weder die Venezianer (1204 bis 1538) vollständig ab, noch die Genuesen und Kreuzritter, die recht kurze Gaststpiele als Fremdherren gaben.Nach der Eroberung von Rhódos geriet auch Kárpathos (türk. "Kerpe") 1537 unter türkische Herrschaft, die fast 400 Jahre mit geringfügigen Unterbrechungen dauerte. Zwar schränkten die Besatzer die persönlichen und religiösen Rechte der Karpathioten per Dekret stark ein, hinterließen aber sonst mehr gewalttätige als kulturelle Spuren, vor allem auf der Nachbarinsel Kássos, wo sie 1824 während des Befreiungskrieges (1821-1829) ein regelrechtes Massaker anrichteten. Den Türken folgten 1912 die Italiener, deren Herrschaft bis 1944 dauerte, nach kurzem Zwischenspiel unter deutscher Militärverwaltung und englischer Verwaltung. Erst am 7. März 1948 konnte der Anschluß an das griechische Mutterland proklamiert werden. Das Ereignis fand vor der Taverne "Elefthería" (Freiheit) am Ortseingang von Apéri statt, wo zum Gedenken die griechische Fahne weht.
Der italienische Einfluß zeigt sich nicht nur an den Verwaltungsbauten in der Hauptstadt. Viele der älteren Einwohner sprechen ausgezeichnet Italienisch, ein zwar ungeliebtes aber durchaus praktisches Erbe.

.

 

 

 

 

                                                            Diafani

                                                                                                

 * * * 

 

 

Ein erfreuliches KARPATHOS - DA CAPO ...

 

Ermuntert durch die SUNNY RISE TOUR wagen wir uns im selben Sommer ein zweites Mal auf die Ägäis-Insel ...

 

zu einem musikalischen Saison-Schluss im Oktober  

 

Wieder dient uns dabei das SUNRISE HOTEL als idealer Stützpunkt in Pigadia

 

 

 

 

                                          Foto: Josef Stolzlechner

Mit einem PROGRAMM - MIX in neuer Zusammensetzung

... A Nightingale sang in Berkeley Square, Autumn Leaves, Can´t help lovin´, Diamonds, Don´t know why, L´ important c´est la Rose, Nine million bicycles, Ole Devil called Love, Papa don´t preach, Sunrise, What´s up ... , Pianoklassiker, Folklore

 

***

 

  

 

Pigádia und Menetés 

Pigádia ist der Name der auf den Ruinen der alten dorischen Seehandelsstadt Poseídion errichtete Ort. Póssi wurde 1892 Inselhauptstadt und ist heute Verwaltungssitz, Geschäftszentrum und Verkehrsknotenpunkt von Kárpathos. Von hier laufen Fähren nach Rhódos, Kréta und anderen Inseln aus, Ausflugsboote nach Diafáni sowie zu den Stränden der Ostküste. Busse verkehren in der Hauptreisezeit 2 bis 3 mal täglich nach Amópi, Apéri, Othos, Pilés, Menetés, Arkássa, Finíki und Lefkós.
 Banken, Reiseagenturen und Apotheken, die Telefongesellschaft OTE und Supermärkte sind nur in Pigádia zu finden. Wesentlich größer als anderswo ist auch das Angebot an Hotels und Restaurants. Einige Tavernen liegen direkt an der Hafenmole und laden zu einer entspannenden Rast nach dem Einkaufsbummel ein. Den großartigen Meerblick gibt's gratis zu einem kühlen Drink. Zum Baden sollte man sich jedoch besser hinter den Ortsrand begeben. Nach ein paar hundert Metern auf.der Straße in Richtung Apéri säumen mehrere schmale Sandstrände die Bucht. Hier befinden sich auch die meisten Hotels gehobener Kategorie.

Auf halbem Weg von Pigádia nach Arkássa liegt das mittelalterliche Rückzugsdorf Menetés. Bewundernswert ist das Können der griechischen Busfahrer, die selbst große Reisebusse durch die engen Gässchen lavieren, denn in der Dorfmitte bleibt kaum eine Handbreit zwischen Außenspiegel und Häuserwänden frei. Ein paar hundert Meter vor dem Ortseingang gibt ein riesiges Kriegerdenkmal Rätsel auf. Es ist den karpathiotischen Widerstandskämpfern des zweiten Weltkriegs gewidmet, die gegen die Italiener fielen. Leider hat dort auch die kurvenreiche Asphaltstraße unterhalb des Ortes eine tragische Bilanz: mehrere Einwohner verunglückten dort tödlich.

  

* * *

 

 

 

Karpathos die Dritte ... 8.- 15.7.2008

 

 

.

.

 Diesmal bereichert durch Rita und ihre Steirische ...

 

Auftakt in der Galerie von Minas Vlahos * Foto: Stolzlechner

 

 

... nach der Show bei Paschalis im "Odysseus" * Foto: Stolzlechner

 

 ... im neuen Hafen von Pigadia

 

 

                       

Christa, Bärbl                                 Lisa

           bei Mike im "Panthenon"

                                                                    * Fotos: Stolzlechner

 

 

 * * *

Diese dritte Karpathos-Musikwoche endete mit einer unerwarteten Erfahrung: Erdbeben! Dienstag, 15. Juli 2008, 6.30h früh.Tag unserer Heimreise. Wir waren abreisefertig, da begann der Fußboden zu vibrieren, der Raum leise zu brummen. Ein Blick nach draußen, über die Dächer von Pigadia bestätigte: das Zittern lag über der ganzen Stadt. Erdbeben. Das intensive Erleben streckte das Zeitempfinden, obwohl vom ersten Augenblick bis zum Moment, als der kleine Kühlschrank aus dem Zimmereck rutschte, nur wenige Sekunden vergangen waren. Dann wieder Stille. Der Hotel-Chef eilte durch die Gänge. Unten in der Bar sammelten sich Gäste vorm TV. Das Epizentrum lag südlich von Rhodos, hieß es, also nahe. Für Karpathos nichts Neues, für uns Abschiedsstimmung wie noch nie. 

 

 

Heimflug:   

 

                                  ... über dem Ort Lefkos   

                                                                                     Foto: Christa Radisavljevic

. 

 

 

 

STILLES KARPATHOS - SEPTEMBER 2013

                                                                                Pigádia

                                                                                      Olymbos

powered by Beepworld